Unterstützung einer neuen führenden Kraft in der europäischen Energiebranche
Im Januar 2026 schloss VARO Energy die Übernahme von Preem ab und formte damit VAROPreem – eines der bedeutendsten Energieinfrastrukturunternehmen Europas.
Mit Zugang zu mehr als 120 Terminals, sechs strategischen Produktionsstandorten und einem schnell wachsenden Geschäft im Bereich erneuerbarer Kraftstoffe spielt VAROPreem eine zentrale Rolle bei der Sicherung der europäischen Energieversorgung und unterstützt gleichzeitig den Übergang zu CO₂-ärmeren Energielösungen. Heute zählt das Unternehmen zu den größten Produzenten erneuerbarer Kraftstoffe in Europa und gehört zu den wichtigsten Energieversorgungsnetzwerken des Kontinents.
Während Terminalbetreiber in ganz Europa sich auf neue Kraftstoffe, Veränderungen in der Belegschaft, steigende regulatorische Anforderungen und wachsenden Druck zur Effizienzsteigerung vorbereiten, wird digitale Infrastruktur ebenso wichtig wie die physische Infrastruktur selbst.
Genau hier begann die Virtual-Plant-Reise.
Wandel in der Belegschaft: Industriewissen zugänglich machen
Eine der größten Herausforderungen für industrielle Infrastruktur ist heute nicht die Technologie. Es ist der Wissenstransfer. In ganz Europa gehen erfahrene Anlagenbetreiber und Ingenieure in den Ruhestand, während eine neue Generation in die Arbeitswelt eintritt. Gleichzeitig werden Anlagen immer komplexer. Moderne Terminalbetriebe erfordern, dass Mitarbeitende Assets, Prozesse, Dokumentation und den operativen Kontext schneller verstehen als je zuvor.
Virtual Plant hilft dabei, diese Lücke zu schließen, indem es
- physische Realität
- Engineering-Dokumentation
- Asset-Informationen
- operatives Wissen
in einer einzigen visuellen Umgebung zusammenführt. Anstatt von Mitarbeitenden zu erwarten, dass sie sich durch mehrere Systeme bewegen und komplexe Engineering-Dokumentationen interpretieren, werden Informationen intuitiv, visuell und zugänglich.
Eine Single Source of Truth über das gesamte Terminalnetzwerk hinweg
Wenn Energieunternehmen durch Übernahmen und Portfolioerweiterungen wachsen, wird Standardisierung zunehmend wichtiger. Unterschiedliche Standorte entwickeln sich über Jahrzehnte hinweg oft unabhängig voneinander. Dadurch entstehen unterschiedliche Dokumentationspraktiken, Asset-Strukturen und operative Workflows.
Virtual Plant bietet eine gemeinsame digitale Umgebung, in der Assets, Dokumentation und intelligente Infrastrukturinformationen standortübergreifend einheitlich zugänglich gemacht werden können. Das Ergebnis sind mehr Transparenz, verbesserte Zusammenarbeit und eine stärkere Grundlage für zukünftige Initiativen zur operativen Exzellenz.
Reiseaufwand durch Remote-Sichtbarkeit der Infrastruktur reduzieren
Der Terminalbetrieb erfordert häufig, dass Experten aus zentralen Bereichen wie Engineering, Instandhaltung, Sicherheit und Betrieb regelmäßig zwischen verschiedenen Standorten reisen. Viele Entscheidungen machten bisher physische Vor-Ort-Besuche erforderlich, schlicht weil aus der Ferne keine verlässlichen visuellen Informationen verfügbar waren.
Durch die Erstellung einer realitätsbasierten Darstellung der Anlagen ermöglicht Virtual Plant Teams Folgendes:
- Installationen remote prüfen
- Eingriffe vor der Ankunft vor Ort vorbereiten
- Informationen validieren
- Entscheidungsprozesse aus zentralen Funktionen heraus unterstützen
So können Reisen auf Aktivitäten beschränkt werden, bei denen physische Präsenz tatsächlich einen Mehrwert schafft.
Accelerating Management of Change (MoC)
Management-of-Change-Prozesse hängen stark davon ab, bestehende Standortbedingungen genau zu verstehen. Die Möglichkeit, Assets, Dokumentation und umliegende Infrastruktur in einer einzigen Umgebung zu visualisieren, ermöglicht es Teams, Änderungen bereits vor Beginn der Arbeiten effektiver zu bewerten. Dies hilft dabei, Unsicherheiten zu reduzieren, die Qualität der Vorbereitung zu verbessern und eine bessere Abstimmung zwischen Engineering, Betrieb und Auftragnehmern zu schaffen.
Lockout-Tagout in eine digitale Umgebung überführen
Sicherheitskritische Verfahren wie Lockout-Tagout profitieren erheblich von klarer Visualisierung. Durch die Verknüpfung physischer Assets mit operativen Informationen und Engineering-Dokumentation erhalten Teams ein besseres Verständnis von Isolationspunkten und betroffenen Systemen. Dies verbessert die Kommunikation zwischen Abteilungen und trägt zu einer sichereren Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen bei.
Die Grundlage für erfolgreiche CMMS-Programme schaffen
Viele Unternehmen investieren erheblich in CMMS-Plattformen. Die Qualität der Instandhaltungsergebnisse hängt jedoch letztlich von der Qualität der zugrunde liegenden Asset-Informationen ab. Virtual Plant unterstützt diesen Prozess, indem eine validierte digitale Asset-Umgebung geschaffen wird, in der Equipment-Informationen überprüft und strukturiert werden können, bevor sie in Instandhaltungssysteme überführt werden.
Das Ergebnis ist eine stärkere Grundlage für Instandhaltungsplanung, Asset Management und zukünftige Reliability-Initiativen.
Planung und Realität miteinander verbinden
Industrieanlagen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Neue Installationen, Modifikationen und Upgrades müssen in bestehende Umgebungen integriert werden, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Virtual Plant kombiniert Reality-Capture-Daten mit Engineering- und Designmodellen, sodass Teams Projekte im Kontext der tatsächlichen Standortbedingungen bewerten können.
Dies ermöglicht:
- Design Reviews
- Bau- und Ausführungsplanung
- Kollisionsprüfung
- Räumliche Validierung
- Verbesserte Abstimmung zwischen Stakeholdern