Von fragmentierten Systemen zu vernetzten Betriebsabläufen
Industrielle Infrastrukturinformationen schaffen erst dann echten Mehrwert, wenn sie reale operative Workflows in Instandhaltung, Engineering, Integritätsmanagement und Asset Management unterstützen können. Virtual Plant® wurde nicht nur dafür entwickelt, intelligente Infrastrukturinformationen zentral zu bündeln, sondern sie auch im industriellen Tagesgeschäft operativ nutzbar zu machen.
Die meisten Industrieunternehmen arbeiten mit fragmentierten digitalen Umgebungen, die über viele Jahre hinweg gewachsen sind. CMMS-Plattformen, ERP-Systeme, GIS-Umgebungen, Dokumentenablagen und Engineering-Datenbanken bestehen häufig unabhängig voneinander, während der tatsächliche Infrastrukturkontext nicht verbunden ist. Dadurch verbringen Nutzer oft mehr Zeit damit, Informationen zu suchen und Bedingungen vor Ort zu validieren, als Entscheidungen zu treffen.
Integration in bestehende Unternehmensökosysteme
Virtual Plant® schließt diese Lücke, indem es eine vernetzte Ebene intelligenter Infrastrukturinformationen rund um bestehende Assets, Dokumente und operative Systeme schafft. Die Plattform kann in Unternehmensumgebungen wie CMMS, ERP, GIS und Engineering-Datenbanken integriert werden und gleichzeitig einen räumlichen sowie objektbasierten Infrastrukturkontext zu den Informationen bereitstellen, die bereits in diesen Systemen gespeichert sind.
Anstatt bestehende Software-Investitionen zu ersetzen, verbessert Virtual Plant® die Zugänglichkeit und das operative Verständnis, indem Informationen direkt mit realen Infrastrukturobjekten und der Situation vor Ort verknüpft werden. Wartungsaufzeichnungen, Engineering-Dokumente, Inspektionshistorien, GIS-Ebenen, Arbeitsaufträge und operative Metadaten können so über das jeweilige Infrastrukturobjekt innerhalb einer einzigen vernetzten Umgebung zugänglich gemacht werden.
Flexible Workflows ohne komplexe Enterprise-Strukturen
Nicht jedes Industrieunternehmen verfügt bereits über ausgereifte Enterprise-Systeme oder vollständig strukturierte digitale Workflows. In vielen Brownfield-Umgebungen basieren operative Prozesse weiterhin stark auf Tabellen, voneinander getrennten Ordnerstrukturen, E-Mails und manueller Abstimmung. Virtual Plant® kann daher bei Bedarf auch als schlanke Umgebung für operative Workflows eingesetzt werden.
Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, praktische infrastrukturbezogene Prozesse direkt innerhalb der Virtual Plant® Umgebung zu steuern. Dazu gehören Engineering-Anmerkungen, die Koordination von Instandhaltungsmaßnahmen, Infrastrukturbeobachtungen, objektbasiertes Dokumentenmanagement, Inspektionskommentare sowie Aktivitäten zur Zusammenarbeit im Feld.
Da diese Workflows mit Infrastrukturobjekten und räumlichem Kontext verknüpft bleiben, arbeiten Nutzer entlang der tatsächlichen Anlagenumgebung – statt mit losgelösten Datensätzen und isolierten Benutzeroberflächen.
Object-Based Operational Accessibility
Im Zentrum dieses Ansatzes steht eine objektbasierte operative Struktur. Jedes Asset innerhalb von Virtual Plant® kann zu einem vernetzten operativen Knotenpunkt werden, der mit Engineering-Dokumenten, Instandhaltungsaktivitäten, Anmerkungen, Inspektionen, Betriebshistorien und relevanten Infrastrukturinformationen verknüpft ist. Nutzer können direkt von einem Asset vor Ort zu den zugehörigen P&IDs, Inspektionsaufzeichnungen, Informationen zur unterirdischen Infrastruktur, Kommentaren oder operativen Abstimmungen innerhalb derselben Umgebung navigieren.
Dadurch entsteht eine deutlich intuitivere und stärker kontextualisierte Arbeitsumgebung im Vergleich zu klassischen dokumentenbasierten oder systembasierten operativen Ansätzen.
Dashboards für intelligente Infrastrukturinformationen
Virtual Plant® bietet zudem konfigurierbare Dashboards und Ansichten für intelligente Infrastrukturinformationen, die operative Transparenz über Projekte, Instandhaltungsaktivitäten, Validierungsfortschritte und den Bereitschaftsstatus der Infrastruktur ermöglichen. Da alle Informationen mit validierten Infrastrukturobjekten und den realen Bedingungen vor Ort verknüpft bleiben, sind diese Dashboards deutlich aussagekräftiger als isolierte Reportingsysteme ohne räumlichen oder operativen Kontext.